Serien

28
Dez
2005

Auf Achse

Der DVD-Boom hat schon sein Gutes. Jetzt gibt es doch tatsächlich wieder die Männer und ihre 360PS zu sehen. Die Qualität ist natürlich nicht die Beste (wie sollte sie auch), doch das Ambiente der 70er und die abenteuerlichen Fahrten in die wilden Teile Europas sind Nostalgie pur. Staffel 2 ist auch schon draussen. Das lässt das beste hoffen:
Auf Achse

29
Mrz
2005

Six Feet Under

Lang hat es gedauert bis ich endlich einmal die Staffel-1-Box von Six Feet Under angeschaut hab. Im 24-Rausch ging die zeitgleich gekaufte HBO-Serie regelrecht unter. Hier in Neuseeland ist es mir endlich gelungen über den Pilotfilm hinauszukommen. Und mir blieb beinahe die Luft weg. So eine geniale Serie habe ich lange nicht mehr gesehen. Die Mischung aus Ambiente (Leichenbestatter-Geschäft), extrem guten Schauspielern, Beobachtungsgabe, witzigen Einfällen, Lebensweisheiten und Surrealität ist eine Wucht. Die Handlung errinnerte mich sofort an das eigene Irrenhaus daheim. Hier haben die Autoren echte Geschichten aus dem Leben geschrieben. Dann die Eröffnungsszenen jeder Folge: Leute sterben alle möglichen unterschiedlichen Tode: Vom plötzlichen Kindstot bis zum Schweinemixer-Unfall ist alles dabei. Dabei beweisen die Autoren skurilen Humor aber auch extreme Feinfühligkeit. Wie reagieren Angehörige auf den Tod? Wie wird er verarbeitet? Eine Thematik, um die man sich gerne drückt, die aber letztendlich jeden angeht. Die Surrealszenen sind teilweise echte Augenweiden. Besonders erwähnt sei hier das Zusammentreffen Nathaniel Fischer junior mit Herrn Tod, Frau Leben und seinem Vater im Beginn der zweiten Staffel. Wau! Die quicklebendige rundliche Negermama als Inbegriff des Lebens. Das passt. Der Tod fleissig Zigarre qualmend. Dazwischen der Vater, der so anders ist als wie in die Kinder in Erinnerung hatten. Sie spielen natürlich um alles. Und dann bekommt Frau Leben extreme Lust auf Herrn Tod! Manch einer mag glauben, dass Amis prüde sind. Derjenige sollte sich mal diese Serie antun. Von Prüderie ist hier keine Spur mehr zu sehen. Da latscht schon mal der nackte Ex-Lover durchs Zimmer, ohne das die Kamera ganz brav nur bis zur Taille schaut.
Die Serie ist wirklich ein Hammer. Selten wurde ich so positiv überrascht. HBO hat hier wirklich erwachsene Unterhaltung geschaffen. Etwas wovor viele Filmstudios Angst zu haben scheinen. Nachdem ich mit Staffel 1 fertig war, stürmte ich regelrecht das Videogeschäft um Staffel 2 zu kaufen.

8
Mrz
2004

Anschauen!

24 im Spiegel
Jetzt geht die Hatz Nr. 2 auch in Deutschland los. Ich kann nur sagen: Anschauen! Die Bombensuche in Los Angeles ist eine Wucht und voller Überraschungen. Besser kann Fernsehen zur Zeit nicht unterhalten. Absolutes Highlight: Nina und Jack Bauer treffen wieder aufeinander!

26
Jan
2004

Es ist schön ein Bösewicht zu sein

Sei es in 24 oder in Alias: Deutschland und damit auch die Deutschen sind wieder in der Topliga der Bösewichte. Es ist wieder "in", dass die Verschwörer miteinander deutsch sprechen und dabei erfreulich mehr leisten als 007 in Hamburg (Tomorrow never dies). Die Alias-Tante spricht gar ganze Romane in wicked German - der Akzent bleibt dabei aber immer noch allzu deutlich. Und ab geht es danach nach Badenweiler im Schwarzwald. Ich wusste es doch schon immer: Die Achsenmächte (Achse des Bösen) haben ihr treuestes Mitglied niemals verloren. Langsam gefällt es mir, der Bösewicht zu sein. Ist doch auch irgendwie langweilig immer den Guten zu spielen - da darf man ja nix ;-)

18
Jan
2004

24

Nach dem etwas polemischen Dekalog über den Way of Life in den USA wird es mal wieder Zeit, auch die guten, ja geradezu genialen Dinge aus den Staaten zu erwähnen. 2001 startete in den USA eine Serie mit dem Namen 24. Die 24 bezieht sich auf die 24 Stunden eines Tages. Es wird also in 24 Folgen jeweils eine Stunde aus einem Tag des CTU Agenten Jack Bauer erzählt. So richtig gereizt hat mich die Serie nicht, als ich sie zum ersten mal in dem Regal eines britischen Supermarktes sah. Auch im Best Buy Lexington überlegte ich noch recht lange, ob ich sie überhaupt mitnehmen soll. Letztendlich hatte sie jedoch einen so fairen Preis (weniger als die Hälfte einer Deep Space Nine Season!), dass ich zugriff. Vielleicht war es ein Fehler, denn selten habe ich solange bis spät in die Nächte eine DVD nach der anderen verschlungen. Für Thomas Manns Zauberberg blieb kaum mehr Zeit übrig.
Was macht die Serie so einmalig. Es ist die atemberaubende Suspense, sprich die Spannung. Fast jede Folge schliesst mit einem sogenannten Cliffhanger ab, und die haben es meistens gehörig in sich. So sehr, dass wenn man im Besitz der DVD Collection ist unweigerlich die nächste Folge anwählt. Im Fernsehen wöchentlich ausgestrahlt muss es geradezu eine Tortur sein, die Serie zu verfolgen.
Season 1 handelt von einer Verschwörung den ersten schwarzen Präsidentschaftsanwärter David Palmer zu töten. CTU (Counter Terrorist Unit) Los Angeles bekommt Wind. Der Boss lässt kurz nach 12 Uhr a. m. Jack Bauer in der Zentrale in L. A. anrücken und macht ihm die Gefahr bewusst. Ausserdem warnt er Jack: CTU wurde höchstwahrscheinlich unterwandert. Er kämpft also nicht nur gegen Attentäter sondern auch gegen seine Abteilung selbt und letztendlich natürlich gegen die Zeit. Dies ist der Auftakt für eine der heftigsten Serien, die ich bis dato gesehen hab. Die Kompromisslosigkeit erschreckt, die vielen kleinen Verschwörungen faszinieren. Der Zuschauer selbst weiss lange nicht, wem er trauen kann. Scheint er endlich zu wissen, um was es geht, wird dieses Konstrukt meist wieder total über den Haufen geworfen. Bis zur letzten Folge wird so eine fast unerträgliche Spannung aufrechterhalten. Nach unzähligen Akte-X Nachahmern haben sich ein paar Produzenten endlich mal wieder Mühe gemacht, etwas Neues zu erfinden. Ihre Mühe hat sich mehr als gelohnt.
Gute Serienkonzepte überleben normalerweise. So hatte 24 keine Probleme in die zweite Staffel zu gehen. Mit dem recht heftigen Ende der Series 1 versprach Series 2 viel und sie hält ihr Versprechen. Um 8 a. m. erfahren amerikanische Ermittler, dass am gleichen Tag in Los Angeles eine Nuklearwaffe gezündet werden soll. Die Bedrohung ist gewaltig. Die Gegenmassnahmen sind dementsprechend nicht mehr zimperlich. Man kann es so sagen, wie es amerikanische Ermittler nach den WTC-Attacken von sich gaben: Wir haben sie Samthandschuhe ausgezogen. Schon die Anfangsszenen erschrecken. Ein Verdächtiger wird auf bestialische Weise gefoltert. Man erschrickt, als man feststellt, dass amerikanische Militärs über die Ergebnisse informiert werden. Und dann denkt man nach: Wie würde man denn selbst in einer solchen Situation handeln. In 24 gibt es keine gute Seite. Es gibt nur die Zwischenwelt Gut-Böse und das Böse selbst. Jack Bauer weiss genau, wie man Verdächtige dazu bringt auszupacken. Er scheut nicht vor Gewalt zurück. Er benutzt sie regelrecht dazu, um die Informationen zu erhalten, die er will und auch braucht. Einen Anwalt bekommt keiner zu sehen, der mit CTU zu tun hat.
Anfänglich mag man denken, dass die zweite Staffel geradezu ein Werbefilm für Homeland Security ist. Wollen die Jungs doch die Amerikaner für mögliche nukleare Terrorattacken sensibilisieren. Doch nach schon wenigen Teilen bleibt von diesem Effekt wenig übrig. Die muslimischen Terroristen erscheinen nach kurzer Zeit als Werkzeuge in einem viel grösserem Spiel. Der Jihad spielt dort nur noch eine untergeordnete Rolle. Die eigentlichen Terroristen sitzen genauso im Inland wie auch im Ausland. Und dazu kommt, dass die Vielzahl an Geheim- und Sicherheitsdiensten, über die die USA verfügt, sich gegenseitig ausspielen. Diese Gefahr ist in einem solchen Chaos sehr wohl gegeben und sollte eigentlich von den Administrationen ernst genommen werden. Leider werden aber lieber neue Dienste geschaffen anstatt den bürokratischen Overhead zu minimieren. Bestes Beispiel ist wiederum Homeland Security.
Teilweise erwischt man sich selbst während des Zuschauens mit den Gedanken, was wird eigentlich hier verteidigt. Ist es unsere Gesellschaft überhaupt wert! Wenn man z. B. sieht wie ein schwer verletztes Mädchen auf der Strasse von Autofahrern angeschrien wird, sie solle sich von der Strasse verpissen. Andererseits wiederum wird ein Terrorist schwach, als ein Passant freundlich dabei hilft, den Transporter mit der Nuklearwaffe nach einer Reifenpanne wieder flott zu machen. Das Leben ist einfach nicht schwarz-weiss. Das Leben ist grau. Genau das zeigt uns 24.
Fazit: Anschauen ist Pflicht. Wer Suspense mag, braucht die nächste Zeit nicht ins Kino gehen. 24 ist weit besser als die meisten Streifen, die man in den letzten Jahren auf der Leinwand sehen konnte.
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Skaif Yomonul

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